Menschen & 

Kultur

Baja California Sur ist der am wenigsten bevölkerten Staat in Mexiko. Das trockene Klima und die schwierig erreichbare geologische Lage haben diesen Ort für lange Zeit isoliert gehalten.

 

Spuren der ersten Menschen in Baja werden auf 11 000 v.Chr. berechnet. Die bekannten Höhlenmalereien werden auf ungefähr 1700 v.Chr. datiert. Als die Spanier in 1533 u.Z. in Baja California ankamen trafen Sie auf drei verschieden Ureinwohnerstämme: Die Pericu, Cochimi und Guaycura. Doch bis zum Ende des 17 Jahrhunderts fanden die Spanier kein echtes Interesse am Gebiet und es wurde hauptsächlich von Jesuitischen Missionaren besiedelt und die vielen Buchten und Inseln wurden von Piraten als Verstecke benutzt.

 

Heutzutage ist La Paz die Hauptstadt und es wohnen ungefähr 300 000 Menschen hier. Sobald man die Außenbezirke der Stadt verlässt, findet man sich sehr schnell inmitten der Wüste wieder.

 

Bis vor wenigen Jahrzehnten lebten die Einheimischen hier von entweder der Fischerei oder der Nutztierhaltung. Da die Baja sehr reich an Rohstoffen ist wurden mehr und mehr Minen eröffnet, was viele Mexikaner vom Festland dazu brachte hier auf die Halbinsel zu ziehen.

 

Die ursprünglichen Einheimischen nennen sich “Choyeros” und sind sich einen gemächlichen Lebensstil gewöhnt. Einheimische Geschäfte halten sich noch immer an die berühmte “Siesta,” den Mittagsschlaf. Natürlich gibt es viele Mexikaner von Mexiko Stadt und umgebenden Staaten die hierher gezogen sind und in einem etwas schnelleren Tempo zu leben scheinen.

 

La Paz beherbergt eine der grössten Universitäten für Meeresbiologie in Lateinamerika, was der Stadt viele Junge, Naturliebende Leute bringt und einem oft das Gefühl gibt, in einer Studentenstadt zu leben.

 

Die Mehrzahl der Einheimischen ist katholisch, und Feste wie Ostern, Weihnachten und Der Tag der Toten sind sehr wichtig.

 

Hochzeiten, Geburtstage, vor allem der 15. Geburtstag der Tochter, und Ähnliches werden ausgiebig gefeiert und den Karneval darf man natürlich auch nicht vergessen.

 

“Banda” ist wohl die Lieblingsmusik der Choyeros. Für Schweizer Ohren scheint Banda Musik fast ein Mix aus typischem Ländler, Schlager und Guggenmusik zu sein.

Die Jüngere Generation tanzt zu Reggaeton und natürlich gibt es auch klassische Salsa Gruppen.

 

Die Baja ist berühmt für die Vielzahl an leckeren Gerichten aus Fisch und Meeresfrüchten, was wegen der schnell wachsenden Bevölkerungszahl zur Überfischung geführt hat. Touristen sollten sich gut informieren wo und welche Meeresfrüchte und Fische gegessen werden sollten, um zum Nachhaltigen Tourismus beizutragen.

 

Und natürlich gibt es viele leckere Gerichte aus ganz Mexiko, die man in den vielen Restaurants in La Paz geniessen kann.

 

Doch was die Paceños (Leute von La Paz) wirklich auszeichnet, ist ihr freundliches, gelassenes und manchmal fast lethargisches Wesen. Wie die meisten Mexikaner sind sie sehr fröhlich, können aus allem und jedem einen Witz machen und auch ganz ungeniert lachen. Wer in La Paz lebt und reist braucht öfters Geduld, da der Lebensrhythmus um einiges langsamer ist als es sich viele Besucher von zu Hause gewohnt sind. Es ist also der perfekte Ort für Ferien, Ausruhen und Gelassenheit!

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